Transportverpackungen aus Well-und Wabenpappe

  • Wellpappe

Unsere Kartonagen sind der Maßanzug für Ihre Produkte!

Geringes Gewicht, hohe Stabilität und volle Recycelfähigkeit — das sind die Stärken der Wellpappe. Mit der passenden Kartonage wird jeder Zentimeter Raum optimal genutzt und eine Palettierung besonders effizient, Frachtkosten werden minimiert und das Handling beim Verpacken optimiert. Mit einer auf das Produkt angepassten Verpackung aus Wellpappe schützen Sie es wirkungsvoll und kostengünstig vor Beschädigungen. Doch was ist eigentlich Wellpappe und wer hat sie erfunden? 

Wir haben die wichtigsten Informationen zum Thema Wellpappe für Sie zusammengefasst:


1. Wer erfand die Wellpappe?

2. Wie wird Wellpappe hergestellt?

3. Wieso ist Wellpappe so stabil?

4. Was wiegt Wellpappe?

5. Welche Ausführungen gibt es?

6. Wo kann man Wellpappe kaufen?


Wer erfand die Wellpappe?

Die Erfindung der Wellpappe geht auf ein Patent im Jahre 1856 zurück. Die Briten Charles Healey und Edward Ellis Allen suchten eine Möglichkeit, ihre Hüte von innen auszukleiden und meldeten in diesem Zusammenhang ein gewelltes Papier zum Patent an, welches als austauschbares Schweißband fungieren sollte.

Im Dezember 1871, also 15 Jahre später, benutzte der US-Amerikaner Albert L. Jones das gewellte Papier, um damit Glasflaschen und andere zerbrechliche Güter zu verpacken. Auch er meldete ein Patent an.

Schließlich (im Jahre 1874) entwickelte sein Landsmann, der US-Amerikaner Oliver Long die Idee weiter. Er verklebte das gewellte Papier mit einem glatten. Die dafür notwendigen Maschinen entwarf er ebenfalls – die Geburtsstunde der Wellpappe, wie wir sie heute kennen.


Wie wird Wellpappe hergestellt?

Wellpappbögen werden auf großen Wellpappenanlagen hergestellt, den sogenannten WPA‘s. Diese im Baukastensystem zusammengestellten Anlagen sind nicht selten über 30 Meter lang und bestehen aus zwei grundlegenden Fertigungseinheiten:

1. Die Nasspartie

2. Die Trockenpartie

In der Nasspartie wird das Wellpappenrohpapier befeuchtet und mithilfe von Riffelwalzen in die typische Wellenform gebracht. Anschließend werden die Wellenberge mit Leim benetzt und mit einer oder mehreren Deckenpapieren verklebt.

Die weitere Verarbeitung der Wellpappe findet in der Trockenpartie statt. Dort wird sie mittels Schneidaggregaten in die gewünschten Maße gebracht und bekommt die für Kartonagen üblichen Rillen (Faltstellen). Anschließend werden die Zuschnitte abgelegt und für die Auslieferung vorbereitet.



Wieso ist Wellpappe so stabil?

Das Geheimnis ihrer enormen Stabilität ist die Welle. In Deutschland bevorzugt man bei der Herstellung die sogenannte UV-Welle. Betrachtet man einen Wellpapp-Bogen von der Seite, sieht man das Profil zwischen den Deckenpapieren. Die UV-Welle stellt den perfekten Kompromiss zwischen der Elastizität einer U-Welle und der Druckfestigkeit einer V-Welle dar.

Das Prinzip ist so einfach wie genial: Dank dem Kern aus gewelltem Papier entsteht ein recyclingfähiges Verpackungsprodukt, das elastisch, stoßfest und kostensparend zugleich ist.


Was wiegt Wellpappe?

Eine 1.3 B-Welle wiegt ca. 385 g/m². Damit ist die Wellpappe neben ihren hervorragenden Eigenschaften bezüglich Stabilität, Festigkeit und Polsterung ebenfalls ein Leichtgewicht, was sie als Verpackungsmaterial so effizient macht.


Welche Ausführungen gibt es?

Nicht nur das Profil der Welle hat einen Einfluss auf die Materialeigenschaften, sondern auch ihre Dimensionierung. Hier spricht man von der Wellenhöhe (h) und der Wellenteilung (t). Die Höhe beschreibt den Abstand zwischen Wellental und Wellenberg, also dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Welle. Die Wellenteilung bezeichnet die Länge einer Welle, jeweils vom Wellenberg bis zum nächsten gemessen.  

Aufgrund der verschiedenen Einsatzgebiete und ihren Anforderungen haben sich viele verschiedene Qualitäten etabliert. Im Bereich der Transportverpackungen abreitet man hautsächlich mit folgenden Qualitäten:


A-Welle: Wellenhöhe (h): 4,0–5,0 mm Wellenteilung (t): 7,9–10,0 mm 

B-Welle: Wellenhöhe (h): 2,2–3,1 mm Wellenteilung (t): 4,8–6,5 mm

C-Welle: Wellenhöhe (h): 3,1–4,0 mm Wellenteilung (t): 6,5–7,9 mm

E-Welle: Wellenhöhe (h): 1,0–1,9 mm Wellenteilung (t): 2,6–3,5 mm


Selbstverständlich lassen sich auch verschiedene Qualitäten miteinander kombinieren, sodass die sehr guten Polstereigenschaften einer groben Welle mit der Stabilität der feinen zusammen ein optimales Produkt ergeben – Z. B. EB-Welle, BC-Welle, BCC-Welle, etc. …

Liegen mehrere Wellenprofile in Schichten übereinander, spricht man von mehrwelliger Wellpappe.

Doch nicht nur das Wellenprofil und die Anzahl der Wellen spielen bei der Ausführung eine Rolle, sondern auch die Qualität des Papiers. Hier finden Sie die üblichen Qualitäten der Deckenpapiere und ihre spezifischen Eigenschaften.

Wo kann man Wellpappe kaufen?

Sie können Wellpappe entweder direkt von den großen Werken kaufen, oder Sie wenden sich vertrauensvoll an Zwischenhändler wie uns, die sich auf die Produktion von Verpackungen aus Wellpappe spezialisiert haben.